Notfallbroschüre vorgestellt

Mannheim. 20.12.17 |  Hauptfeuerwache. "Verhalten bei Störfällen". In dieser Broschüre stellen sich die insgesamt 25 Mannheimer und 19 Ludwigshafener Unternehmen, die der sogenannten Störfallverordnung unterliegen, detailliert vor. Mannheims Erster Bürgermeister und Feuerwehrdezernent Christian Specht sowie Ludwigshafens Beigeordneter und Feuerwehrdezernent Dieter Feid stellen die Broschüren gemeinsam mit Vertretern der beteiligten Unternehmen vor. Bild: Markus Prosswitz 20DEC17 / masterpress (Bild ist honorarpflichtig - No Model Release!)  BILD- ID 00206 | (Markus Proßwitz / masterpress)

Mannheim. 20.12.17 | Hauptfeuerwache. „Verhalten bei Störfällen“. In dieser Broschüre stellen sich die insgesamt 25 Mannheimer und 19 Ludwigshafener Unternehmen, die der sogenannten Störfallverordnung unterliegen, detailliert vor. Mannheims Erster Bürgermeister und Feuerwehrdezernent Christian Specht sowie Ludwigshafens Beigeordneter und Feuerwehrdezernent Dieter Feid stellen die Broschüren gemeinsam mit Vertretern der beteiligten Unternehmen vor. Bild: Markus Prosswitz 20DEC17 / masterpress (Bild ist honorarpflichtig – No Model Release!) BILD- ID 00206 | (Markus Proßwitz / masterpress)

 

Im Falle von industriellen Störfällen und Großschadenereignissen informieren die Städte Mannheim und Ludwigshafen über mehrere Informationskanäle die Bevölkerung, um die Bürgerinnen und Bürger sowie Beschäftigte von Unternehmen schnell und zuverlässig zu warnen. Hinweise, wie man sich in solchen Situationen am besten verhält, gibt die gemeinsame „Kleine Störfallbroschüre“ beider Städte mit dem Titel „Verhalten bei Störfällen“. Zusätzlich zu dieser Störfallbroschüre liegt nun die ausführliche Version dieser Veröffentlichung, die „Große Störfallbroschüre“ vor. Sie kann auf den städtischen Internetportalen Mannheims und Ludwigshafens sowie auf den Internetseiten der beteiligten Firmen eingesehen und kostenlos heruntergeladen werden.

Der Begriff „Störfall“ ist vom Gesetzgeber genau definiert und bezeichnet ein Ereignis, wie beispielsweise einen Brand, eine Explosion oder eine Freisetzung gefährlicher Stoffe, durch das eine ernste Gefahr für das Leben oder die Gesundheit von Menschen oder für die Umwelt hervorgerufen werden kann. Trifft keiner dieser Punkte auf ein Schadensereignis zu, spricht man von einer Betriebsstörung.

Bilderkauf + Galerie

[WD_FB id=“1″]

Um die Öffentlichkeit umfassend über ihre betriebliche Aktivitäten sowie ihre Notfallpläne bei Störfällen zu informieren, haben sich in Mannheim 25 sowie in Ludwigshafen 19 Firmen – die der Störfallverordnung unterliegen – zusammengetan und die Neuauflage der Broschüre „Verhalten bei Störfällen“ für den Zeitraum 2017 bis 2021 herausgebracht. Die Beiträge beschreiben die internen Alarm- und Informationsabläufe, Erstmaßnahmen zum Schutz und zur Rettung betroffener Personen, Maßnahmen zum Schutz der Umwelt sowie die Alarmierung der öffentlichen Feuerwehr.
Damit erfüllen diese Unternehmen auch ihre Informationspflichten gegenüber der Bevölkerung. Da in den betroffenen Firmen eine Vielzahl von unterschiedlichen Anlagen unter die Informationspflicht fällt, kann die Broschüre nur Beispiele für die vorhandenen gefährlichen Stoffe geben.

„Hinsichtlich der Gefahrenabwehr sind wir strategisch und taktisch bestens aufgestellt. Mit unseren Feuerwehrsondereinheiten, zu denen die Tauchergruppe, das Feuerlöschboot, die Höhenretter und die Analytische Task Force gehören, leisten wir einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Bevölkerung Mannheims sowie der Metropolregion Rhein-Neckar“, berichtet Mannheims Erster Bürgermeister und Feuerwehrdezernent Christian Specht. „Eine gute Zusammenarbeit mit den hier verorteten Störfallbetrieben und unserer Schwesterstadt Ludwigshafen ist dabei ebenso essentiell. Mit der großen Störfallbroschüre schreiben wir diese gute Zusammenarbeit fort.“
In der Störfallbroschüre erhalten Bürgerinnen und Bürger „aus einer Hand“ die wichtigsten Informationen zu den Störfallbetrieben sowie zum richtigen Verhalten in Notfällen.

„Seit Jahrzehnten erfolgen über Städte- und Ländergrenzen hinweg, stetige Anstrengungen, um die Sicherheit der Bevölkerung in den Bereichen Katastrophenschutz und Brandbekämpfung weiter zu verbessern“, sagt Ludwigshafens Feuerwehrdezernent und Kämmerer Dieter Feid. „Eine umfassende und professionelle Vorbereitung der städtischen Feuerwehren und Überwachungseinrichtungen, Betriebe und ihrer Werkfeuerwehren trägt entscheidend dazu bei, größtmögliche Sicherheit für Beschäftigte und die Bevölkerung zu erreichen. Die Störfallbroschüren sind gemeinsam mit einer Vielzahl weiterer Kommunikationswege, wie beispielsweise Warnsirenen, das Internet, Warn-Apps oder unser Informationstelefon, ebenfalls wichtige Bausteine zur Steigerung der Sicherheit der Menschen in der Metropolregion.“

Die ausführlichen Störfallbroschüren weisen – ebenfalls wie die kürzere Fassung – auf konkrete Verhaltenshinweisen für den Notfall und auf verschiedene Informationskanäle wie beispielsweise Warn-Apps (KATWARN und NINA), Rundfunkdurchsagen sowie das Gefahreninformationstelefon hin, damit die Bevölkerung bei Großschadenslagen ausreichend informiert ist. Die kürzere Störfallbroschüre in gedruckter Form war bereits vor circa einem Jahr an insgesamt rund 270.000 Haushalte in Mannheim und Ludwigshafen verteilt worden. Die Broschüre, die regelmäßig alle fünf Jahre neu aufgelegt wird, wurde 2016 erstmals gemeinsam von den Städten Mannheim und Ludwigshafen herausgegeben.

Die „Große Störfallbroschüre“ der Stadt Mannheim können Sie hier online ansehen. (Stadt Mannheim/Leisner)